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Uhrenglossar

24 Std. Anzeige:
Anzeige meist mit kleinem Zeiger, ob es vormittags oder nachmittags ist. Praktisch zum Stellen der Uhr bei Datumsanzeige.

8-Tage-Werk:
Müssen nur alle acht Tage aufgezogen werden. Sie haben ein größeres Federhaus und meist ein zusätzliches Zahnrad im Räderwerk.

Aufziehen der Zugfeder:
Bei Groß- und Taschenuhren erfolgt das Aufziehen mit einem Schlüssel, der auf den Vierkant des Federkerns gesteckt wird. Bei Taschenuhren wird um 1850 der Kronenaufzug gebräuchlich.

Automatik-Uhr:
Selbstaufzug durch einen Rotor oder eine pendelnde Schwungmasse. Als automatische Uhr bezeichnet man eine Armbanduhr, deren Zugfeder durch die Armbewegungen des Uhrenträgers aufgezogen wird. Dies geschieht durch einen Rotor, der sich bei Armbewegungen dreht.

Bandanstösse:
Gabelförmige Enden oben und unten an der Armbanduhr, normalerweise verbunden mit einem gefederten Splint der in den Bandanstössen in kleinen Löchern gehalten wird und damit die Leder- oder Metallarmbänder hält.

Big-Date:
Großes Datum. Im Gegensatz zum normalen Datum sind hier die Zahlen auf einzelnen Scheiben und dadaurch sehr viel größer und besser lesbar.

Chronograph:
Zusatzfunktion, die es gestattet, einen Sekundenzeiger unabhängig vom eigentlichen Uhrwerk zu starten, zu stoppen und wieder in seine Ausgangsposition zurückzustellen. Die Zeitanzeige wird dadurch nicht beeinträchtigt. Je nach Konstruktion besitzen Armband-Chronographen noch Zählzeiger für die seit Beginn der Stoppung abgelaufenen vollen Minuten und Stunden.

Chronometer:
Besonders exakt gehende Uhren, deren hohe Ganggenauigkeit durch das Zertifikat eines Chronometer-Prüfungsinstituts bescheinigt worden ist. Taschen-, Armband- und Schiffschronometer sowie Beobachtungsuhren können dieses Zertifikat erhalten.

Cabochon:
Rundgeschliffener Zierstein, manchmal als Abschluß einer Aufzugskrone oder eines Drückers eingesetzt.

Day-Counter:
Der Day-Counter gibt die Anzahl der Tage vom laufenden bis zu einem festzulegenden Folgedatum an.

Ebauche:
Rohwerk ohne Hemmung und Zugfeder. Noch nicht veredelt.

Edelstahl-(Gehäuse):
Ein nichtrostender, antimagnetischer Stahl. Edelstahl kann eine Legierung von Nickel und Chrom oder auch Molybdän und Wolfram mit Stahl sein.

Ewiger Kalender:
Kalendermechanismus, der auch die wechselnde Länge des Februars und die Schaltjahre berücksichtigt. Heute vornehmlich in extrem hochwertigen (Schweizer) Armbanduhren.

Feinregulierung:
Vorrichtung für das Feinstellen der täglichen Gangabweichung.

Gangabweichung:
Aufgrund unterschiedlicher Umwelteinflüsse wie Temperatur oder Lage des Werkes kann der Gang unterschiedlich ausfallen. Die Gangabweichung drückt den Unterschied zwischen zwei gemessenen Gängen aus.

Guillochieren:
bezeichnet das Aufbringen von verschlungenen geometrischen Figuren (Guillochen) auf Metall. Das Guillochieren erfolgt maschinell durch Steuerung des Gravierwerkzeuges mit mechanischen Getrieben. Es ist also eine besonders komplizierte Graviertechnik.

Gangreserve:
Zeit, die zwischen Vollaufzug und völliger Entspannung der Zugfeder vergeht.

Handaufzug:
Eine Uhr, deren Feder durch das tägliche Aufziehen mit der Aufzugskrone gespannt wird.

Incabloc:
Heute am häufigsten eingesetzte Stoßsicherung bei Uhren.

Kaliber:
Bezeichnung der unterschiedlichen Werktypen der Uhrenfabrikanten. Die Kaliberangabe ermöglicht die exakte Identifikation eines bestimmten Uhrwerks, z.B. bei der Bestellung von Ersatzteilen.

Komplikation:
Zusatzmechanismus wie Schlagwerk, Chronograph und Kalender, der nur von wenigen Spezialisten gefertigt werden kann.

Krone:
Knopf oder Einstellrad zum Stellen der Uhrzeit, evtl. Datum und zum Aufziehen der Unruh. Teilweise in Zwiebelform aber fast immer geriffelt zur besseren Handhabung.

Lünette:
Zierring der Uhr von oben sichtbar. Manchmal sind die Lünetten verziert, z.B. kanelliert (geriffelt) oder drehbar über zusätzliche Krone.

Mechanische Uhr:
Klassischer Uhrentyp ohne elektronisches Schwingungssystem, also ohne Batterien.

Mineralglas:
Mineralisches Uhrglas (Härte 5 Mohs), wesentlich kratzfester als Kunststoffglas.

Mineralglasboden:
Rückseite der Uhr ist aus Mineralglas um das Uhrwerk zu sehen.

Mondphase:
Gibt die Phasen/den Stand des Mondes als Bild und/oder Zahl an (Mondalter: 1 bis 29,5 Tage). Dies erfolgt meist, schon bei frühen Großuhren, gelegentlich auch Taschenuhren, mit Hilfe einer hinter einem Ausschnitt bewegten, meist bemalten Scheibe.

Platine:
Metallplatte, welche die Brücken, Kloben und die sonstigen Bestandteile eines Uhrwerks trägt. In der Platine befinden sich neben den Gewindebohrungen für die Schrauben auch Bohrungen für die Lager des Räderwerks.

Saphirglas:
Wertvolles künstlich hergestelltes Glas mit höchster Härte und Kratzfestigkeit (9 Mohs), die nur von Diamant übertroffen wird.

Saphirglasboden:
Rückseite der Uhr ist aus Saphirglas. In der Regel ist das Uhrwerk zu sehen.

Schlagwerk:
Zuständig für die akustische Zeitangabe, meist durch Schlag auf Glocke oder eine Tonspirale.
Üblich ist der Halbstunden- und Stundenschlag; dazu kommen bei einigen Uhren auch der Viertelstundenschlag.

Schleppzeiger:
(Rattrapante), zweiter Zeiger auf der Sekundenwelle. Kann unabhängig vom eingeschalteten Chronographen angehalten werden und springt auf Knopfdruck zur laufenden Zeit nach.

Sekunde:
Mit Sekunde wird oftmals die Anzeige der Sekunde auf einer Uhr beschrieben. Varianten sind z.B. "Große Sekunde" oder "dezentrale Sekunde". Dezentral bedeutet, dass der Sekundenzeiger seinen Ursprung nicht mit dem Stunden- und Minutenzeiger teilt.

Steine:
synthetisch hergestellte Rubine. Vermindern die Reibung und Abnutzung der Räder.

Stoppsekunde:
Durch Herausziehen der Aufzugskrone wird die Uhr angehalten und kann so sekundengenau gestellt werden.

Tachymeter:
Uhrenskala zum Messen der Geschwindigkeit. Wird bei einem Chronograph beim Passieren eines Kilometersteins der Sekundenzeiger gestartet, so zeigt dieser beim Erreichen des nächsten Kilometersteins auf der Tachymeterskala die Geschwindigkeit an.

Taucher-Uhr:
Uhren, bei denen die Wasserdichtheit maßgeblich ist. In der Regel sind diese Uhren bis mindestens 100m Tiefe (10 bar Druck) wasserdicht. Ferner spielt die Ablesbarkeit eine wichtige Rolle, ebenso eine nur in einer Richtung drehbare Lünette zum Einstellen der Tauchzeit.

Tourbillon:
Von Abraham-Louis Breguet 1795 erfundene und im Jahre 1801 patentierte Konstruktion zur Kompensation der Schwerpunktfehler im Schwingsystem (Unruh und Unruhspirale) mechanischer Uhren. Beim Tourbillon (Wirbelwind) sind das komplette Schwing-und Hemmungssystem in einem - möglichst leichten - Käfig angeordnet. Dieser dreht sich in einer bestimmten Zeitspanne (meistens 1Minute) einmal um seine Achse. Auf diese Weise können die Einflüsse der Erdanziehung in der senkrechten Lage einer Uhr ausgeglichen und die Gangleistungen gesteigert werden. In den waagerechten Lagen hat das Tourbillon dagegen keinen Einfluss auf die Ganggenauigkeit.

Unruh und Unruhspirale:
Gangregelndes Organ einer mechanischen Uhr. Es schwingt mit einer exakt definierten Frequenz hin und her. Die aktive Länge der Spirale und das Trägheitsmoment des Unruhreifens bestimmen dessen Schwingungsdauer.

Wasserdichtigkeit:
Die Bezeichnung "wasserdicht" oder "water-resistant" bedeutet, dass die Uhr in 1 Meter tiefen Wasserbecken 30 Minuten lang dicht sein muss. Aufgrund der Norm-Prüfung werden die Angaben in bar oder atü ausgegeben. In der Luft (auf Meereshöhe) herrscht ein Druck vom ca. 1 bar, das heißt die Luft drückt mit einem Gewicht von 1kg auf jeden Quadratzentimeter unseres Körpers. Pro 10 Meter Wassertiefe kommt ein weiteres Bar hinzu!
Zur Orientierung:
a) Bezeichnung: water resistant 30 m (4 bar)
wassergeschützt - nicht zum Schwimmen geeignet!
b) Bezeichnung: water resistant 50 m (6 bar)
wasserdicht - unter normalen Bedingungen zum Schwimmen geeignet
Für die Alltagstätigkeiten, wie Händewaschen, Duschen oder Autowaschen reichen Uhren mit einem Prüfdruck von 5 bar.
c) Bezeichnung: water resistant 100 m (11 bar)
wasserdicht - für Wassersport und Schnorcheln.
d) Bezeichnung: water resistant 200 m und mehr (20 ATM u. mehr)
wasserdicht - zum Tauchen geeignet

Ganz genau:
1 bar = 1000 hp (Hektopascal)
1 bar = 0,980665 atm (Atmosphäre)
1 atm = 0 atü Atmosphären Überdruck - (alte Bezeichnung) atm = atü +1

Zonenzeit:
Vereinheitlichte und für größere Bereiche (Länder oder Landesteile) gültige Ortszeit, z. B. Mitteleuropäische Zeit (MEZ).

Zugfeder:
Langer elastischer und spiralförmig aufgewickelter Streifen aus Spezialstahl, der aufgerollt im Federhaus untergebracht ist und mechanischen Uhren als Energiespeicher dient.
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